Ein Tag in Wien – und was das Budget damit zu tun hat

 

Es ist 6.30 Uhr in Wien. Der Tag beginnt bei Familie H.

Während Sohn Daniel im Bad steht und sich die Zähne putzt, bereitet Mama Isabelle das Frühstück vor. Der Kaffee dampft, das Wasser kommt direkt aus der Leitung – frisch aus den Alpen. Die Wiener Hochquellleitungen versorgen die Stadt jeden Tag im Jahr mit sauberem Trinkwasser. Dass das Wasser jederzeit bedenkenlos getrunken werden kann, ist nicht überall selbstverständlich. In Wien schon.

Kurz vor 7.40 Uhr machen sich Daniel und Papa Klaus auf den Weg zum Kindergarten im Grätzel. Was heute selbstverständlich wirkt, ist das Ergebnis klarer Entscheidungen: Der Kindergarten ist beitragsfrei. So wird Familien im Alltag viel abgenommen – und Kinder bekommen früh Zugang zu Bildung und Betreuung.

Während sich die beiden verabschieden, ist Mama Isabelle bereits unterwegs in die Arbeit. Mit ihrem Jahresticket nutzt sie die Öffis quer durch die Stadt – U-Bahn, Straßenbahn, Bus und S-Bahn, auch nachts. Sie kommt verlässlich und schnell ans Ziel. Dass das Netz so dicht und leistbar ist, wird durch öffentliche Mittel mitfinanziert.

Es ist inzwischen 12.30 Uhr. Papa Klaus nutzt seine Mittagspause für einen schnellen Einkauf am Markt. Frisches Obst, Gemüse, Fleisch – die Qualität stimmt. Dafür sorgen auch regelmäßige Kontrollen. So können sich alle darauf verlassen, dass Lebensmittel sicher und geprüft sind.

Am Nachmittag, um 16.30 Uhr, hat Mama Isabelle Dienstschluss. Sie holt ihren Sohn vom Kindergarten ab und geht noch auf den Spielplatz ums Eck. Dort wird geklettert, geschaukelt und im Sand gespielt. Alles ist sauber und gut in Schuss. Die Stadt kümmert sich darum, dass Geräte sicher sind, der Platz gepflegt ist und auch der Wasserbrunnen funktioniert.
Zur gleichen Zeit ist Klaus schon zu Hause und beginnt mit den Vorbereitungen fürs Abendessen. Davor bringt er noch den Müll hinunter. Die Container für Papier, Glas und Restmüll sind gleich in der Wohnanlage oder in der Nähe. Die Entsorgung funktioniert zuverlässig – Tag für Tag.

Und was hat das alles mit dem Budget zu tun?

 

Hinter all diesen Momenten steht das Budget der Stadt Wien. Sie übernimmt mit wichtigen Aufgaben für das Funktionieren im Alltagsleben.

Die Gebühren und Entgelte werden als Leistungen bezeichnet. Die Stadt Wien bezahlt dafür und erhält bestimmt Gegenleistungen. Diese Gegenleistungen sind Teil unseres Alltags. Sie sorgen dafür, dass Wasser aus der Leitung kommt, Kinder gut betreut werden, Öffis leistbar bleiben, Spielplätze sicher sind und die Stadt sauber ist. Ein Teil dieser Leistungen wird über Gebühren finanziert, ein anderer über Steuern.

Jeder Euro fließt in Angebote, die den Alltag in Wien einfacher und lebenswerter machen. Viele kleine Bausteine ergeben zusammen ein großes Ganzes: eine Stadt, in der man gut leben kann.